Es begann im Jahr 1928, als Franz Höller sen. anfing, das Siebmacher- und Gitterstrickgewerbe in der Umgebung von Kirchdorf/Schlierbach auszuüben, nachdem er eine Lehre bei seinem Vater in Kremsmünster absolviert und 1927 mit der Meisterprüfung abgeschlossen hatte. Von da an versorgte er als Siebmacher die Landwirte des Bezirks mit den notwendigen Sieben, Reitern und Fenstergittern.
Im Jahre 1932 kaufte Franz Höller sen. das Meislederhaus in Hausmanning 85. 1933 wurde das Gebäude um einen Stall und eine kleine Werkstätte erweitert und damit der Grundstein für die Gitterstrickerei gelegt. Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein war Franz Höller sen. als Einmannbetrieb bei den Bauern unterwegs. Er führte Reparaturen und ebenso Neuanfertigungen an Ort und Stelle aus. Das hierfür benötigte Material wurde auf dem Rücken mitgetragen bzw. mit der Bahn verschickt. Als Aushängeschild errichtete er auf seinem eigenen Anwesen eine Einfriedung für seinen Gemüsegarten, der zur damaligen Zeit seinen Werbezweck erfüllte. Sein Tätigkeitsbereich erstreckte sich über den Bezirk hinaus bis nach Wels, Kematen, Schiedlberg und St. Marien.
Im Jahr 1944 musste Franz Höller sen. zum Militär einrücken und der Betrieb wurde auf ein Minimum eingeschränkt. Nach dem Krieg wurde im Jahr 1946 mit dem Bau einer neuen Werkstätte begonnen und der Mitarbeiterstand auf 4 Personen aufgestockt. Inzwischen hatte Sohn Franz bei seinem Vater die Lehre begonnen, die er 1949 mit der Gesellenprüfung abschoss und 1957 mit der Meisterprüfung krönte.
Im Jahr 1964 übernahm Franz Höller jun. gemeinsam mit seiner Frau Maria den Betrieb von seinem Vater und die Firma wurde von da an als Höller-Gitter bekannt. Es folgte eine weitere rege Bautätigkeit. 1965 wurde der bestehende Stall als Werkstätten-gebäude ausgebaut und der bestehende Heuboden als Lagerraum umgestaltet. 1968 erfolgte die Errichtung eines neuen Garagengebäudes mit darüber-liegendem Gitterlagerraum. 1972 folgte der Bau eines neuen Geschäfts- und Bürogebäudes.
Inzwischen hatte sich der Mitarbeiterstand auf 15 Personen erhöht und der Geschäftsbereich erheblich vergrößert. Er reichte inzwischen von Wien bis nach Tirol. 1992 wurde die Werkstätte nach Norden hin weiter vergrößert und zugleich ein neuer moderner Bürotrakt angebaut.







